Im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kristallographie in Lübeck wurden auch in diesem Jahr die von der Gesellschaft vergebenen Ehrungen überreicht.
Die Carl-Hermann-Medaille erhielt Prof. Dr. Horst Philipp Beck von Institut für Anorganische und Analytische Chemie und Radiochemie der Universität des Saarlandes. Prof. Beck wurde die Auszeichnung für seine strukturellen Untersuchungen an anorganischen Halogeniden und Chalkogeniden mittels experimenteller und quantenmechanischer Methoden, sowie für die Erarbeitung eines besseren Verständnisses von Bindungsprinzipien und strukturdirigierenden Einflüssen verliehen.
Der Max-Von-Laue-Preis für hervorragende Arbeiten von Nachwuchswissenschaftlern ging an Dr. Florian Kleemiß für herausragende Beiträge zur modernen Quantenkristallographie, insbesondere zur innovativen Methoden‑ und Softwareentwicklung zur Einbindung nicht‑sphärischer Elektronendichten in die Röntgenstrukturanalyse. Florian Kleemiß wurde inzwischen zum Junior-Professor am Institut für Anorganische Chemie der RWTH Aachen berufen.
Der Lieselotte-Templeton-Preis wurde in diesem Jahr für drei Masterarbeiten verliehen. Johanna Bantol erhielt ihn in Anerkennung ihrer Arbeit zur CO2-emissionsreduzierten Wasserstoffreduktion von Wolfram- und Vanadiumoxid mittels in situ Röntgenpulverdiffraktometrie, Greta Hempelmann wurde in Anerkennung ihrer Arbeit zur Koordinationschemie von Metall-Radionukliden mit TREN-basierten Liganden für theranostische Radiopharmaka ausgezeichnet. Lukas Manuel Seifert wurde in Anerkennung seiner Arbeit zur Vorhersage von Elektronendichten mittels maschinellen Lernens für die Anwendung in der Kristallstrukturverfeinerung großer Moleküle ausgezeichnet.